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1983 bis 1989

Es ist eine gute Stimmung bei der Hauptversammlung, denn der bisher schon 5 Jahre als Zweiter Vorsitzender wirkende Klaus Müller kann als Erster Vorsitzender gewählt werden Schließlich hat er auch schon als Technischer Leiter die Vereinsaufgaben kennengelernt. Von Berufswegen mit Steuern und Finanzen umgehend, konnte der Verein für seine zukünftigen Vorhaben keinen besseren gefunden haben. Wolfgang Dreizler wird als Zweiter Vorsitzender gewählt.

Die meisten vom Übrigen Vereinsvorstand sind bereit, mit dem neuen, zukunftsorientierten Vorsitzenden im Team weiterzumachen.

Im weiteren Vorstand befinden sich nun:
Kassenreferent: Gerhard Stöhr
Schriftführerin: Christa Underberg
Vermögensverwalter und Zeugwart: Waltraud Dreizler
Technischer Leiter: Hans Jürgen Horsch
Beisitzer: Walter Dreizler, Emil Klenk, Eduard Kraus

Die Mitgliederzahlen sind inzwischen auf über 1300 gestiegen. Dadurch kommt auch ein zunehmender Verwaltungsaufwand auf den Verein zu. Die Steuergesetze gelten auch für einen gemeinnützig eingestuften Sportverein. Es muß eine neue Ordnung in das System der Vereinsund Abteilungsfinanzen gebracht werden, steuerliche Gesichtspunkte sind zu berücksichtigen. Verbesserte Haftpflicht- und Unfallversicherungen werden zum Schutz der Sporttreibenden und Betreuer ausgesucht. Vermietung und Verpachtung von Clubhaus, Wohnung, der Kegelbahn und der späteren Tennisplätze ergeben neue Verwaltungsaufgaben. Es wird eine stundenweise besetzte Stelle im neuen Geschäftszimmer geschaffen und durch Beate Wurster bestens ausgeführt.

Das Mitgliederwesen wird EDV-gerecht organisiert. Schon lange werden die Monatsbeiträge per Einzugsauftrag eingezogen und Überwacht. Gerhard Stöhr, mit "seiner Bank" im Rücken, führt die "Kasse" korrekt und vorbildlich all die Jahre bis heute. Es gilt, die von den Verbänden und von der Stadt zur Verfügung gestellten Zuschüsse für Übungsleiter zu verwalten und den Abteilungen zukommen zu lassen. Damit sind nur einige Aufgaben angesprochen, denen sich nun ein Vereinsausschuß bei der Leitung des Vereins mit so vielen Mitgliedern und vielseitigen Abteilungen gegenüber sieht und die nun Klaus Müller und seine Vorstandsmitglieder von 1983 bis heute zu bewältigen hatten. Sein ruhiger, sachlicher, aber auch beharrlicher Stil bringt sichtbare Erfolge.

1983
verfaßt der TSV einen offenen Brief an unseren Oberbürgermeister Manfred Rommel, um auf das mangelhafte Sportstättenangebot in unserem Wohnbezirk aufmerksam zu machen.

Es findet das 90-Jahr-Jubiläum des TSV statt, unter der Schirmherrschaft unseres Oberbürgermeisters. Über 3 Festtage hinweg wird in der Festhalle Lange Morgen gefeiert, insbesondere der Bunte Abend bleibt in Erinnerung. Die Fußball-A-Jugend wird Bezirkshallenmeister. Am 26. Oktober 1983 erfolgt der erste Spatenstich zur Erstellung der neuen Sportanlage "Hasenwedel" durch Bezirksvorsteherin Frau Monika Warwel.

1984
In der Hauptversammlung stellt der Vorstand einen Antrag auf Umbau der Sportanlage "Am Sonnenweg" in eine Tennisanlage mit 7 Plätzen. Gleichzeitig soll der Umbau und die Modernisierung der Umkleidegruppe im Vereinsheim erfolgen. Die neu gegründete Tennisabtellung wird bestätigt.

Die Fußballabteilung unter Walter Groß kann große Erfolge vermelden: 64 Jahre hat die 1. Mannschaft angestrebt, eine höhere Klassezu erreichen. Jetzt haben wir es geschafft, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Kreisliga A aufzusteigen. Zugleich ist es unserer Reservemannschaft auch gelungen, den Meistertitel zu holen; also eine Doppelmeisterschaft in einer Saison. Dazu kommt noch eine Meisterschaft unserer B1-Jugend, die das Kunststück auch fertigbrachte. Fußball Heumaden ist stolz auf ihre drei Meister.

Diese Mannschaft, welche die Meisterschaft errang, ist seit der Jugend beieinander und wurde insgesamt fünfmal Meister in den verschiedenen Jugendalters-Klassen unter Trainer K. Bäuerle.

Am 24. Oktober erhält der TSV den Schlüssel vom Tennenplatz Hasenwedel aus der Hand von Sportbürgermeister Gerhard Lang. Presse und Rundfunk sind dabei. Ab jetzt verfügt der Verein über eine ausreichend große Sportanlage, die sommers und winters gleichermaßen bespielt werden kann. Allerdings stellt die Stadt nur gebrauchte Umkleidecontainer zur Verfügung, die bald Anlaß zu Reklamationen geben, insbesondere in hygienischer Hinsicht. Die Männer-Turngruppe ist 10 Jahre alt.

Im Mai 1984 wird der Volkswandertag an den "Eisheiligen" durchgeführt. Über 30 Wandergruppen aus der Umgebung nehmen daran teil. Die Baugenehmigung für die Tennisanlage trifft ein.

1985
1368 Mitglieder

Die Basketball-Abtellung wird gegründet.

Der 13. Internationale Volkswandertag in Heumaden wird durchgeführt. Die Inbetriebnahme der Tennisanlage kann erfolgen. Im Juni findet das Gauturnfest statt. Die Jugend-Jazz-Gruppe belegt zweimal Platz 1 und einmal Platz 3.

Der TSV ist zur Hundertjahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Heumaden eingeladen und nimmt am Festzug teil.

Laut Vertrag kommen die Tennisabteilungen vom SV Sillenbuch und TSV Heurnaden überein, die Tennisplätze unter sich gleichmäßig aufzuteilen und zu benutzen.

1989 hat der SV Sillenbuch endlich seine langersehnte eigene Tennisanlage in den Schwarzäckern neben dem Geschwister -Scholl-Gymnasium. Es waren erfreuliche und sportliche Jahre der Zusammenarbeit zwischen beiden Vereinen gewesen. Inzwischen beneiden wir den SV Sillenbuch um seine eigene imposante Tennishalle, die ihm erlaubt, auch im Winter Tennissport auszuüben. Ein wichtiges Ziel unserer eigenen Tennisabteilung ist eine eigene Tennishalle mit wenigstens zwei Plätzen. Dies scheiterte aber an den Kosten von Über 2 Mio. DM, die eine Rentabilität bisher nicht ermöglichten. Viele bautechnischen und finanziellen Vorplanungen liegen darüber in der Ablage des Vorstandes.

1986
1507 Mitglieder

Inzwischen sind 12 Abteilungen im Verein tätig, die ihrerseits wieder Jugendabteilungen betreuen. Im Oktober führt die Skiabteilung eine "geologische Wanderung" durch, die inzwischen fester Bestandteil des Jahresprogramms ist. In der Bauausschußsitzung am 11. April 1986 werden folgende Investitionen des Vereins festgehalten.

Gesamtkosten Fußball-Gerätehaus und Heim im Hasenwedel = 81414,93 DM.
Gesamtkosten Tennisanlage komplett = 428889,25 DM.
Gesamtkosten Umkleidegruppe im Vereinsheim "Am Sonnenweg" = 84233,11 DM.
Gesamtkosten Geräte für Hasenwedel = 44800,00 DM.
Gesamtkosten Trainingsbeleuchtungsanlage = 34000,00 DM

1987
1490 Mitglieder

Die Turnabteilung nimmt am Deutschen Turnfest in Berlin mit 14 Turnerinnen und 36 Jazzmädchen teil. Erneut reklamiert der Verein einen großen Mangel an Sporthallenzeiten. Im Mai wird mit großem Erfolg ein Tennenplatzfest im Hasenwedel veranstaltet. Die Jazztanzgruppe unter Ariane Borowski und die Tanzabteilung unter Anneliese Klein ergänzen zunehmend Veranstaltungen des Gesamtvereins mit ihren sportlichen Darbietungen.

1988
1581 Mitglieder

Die Skiabteilung ist 20 Jahre alt. Die Tennisanlage steht nun vollständig für den TSV Heumaden zur Verfügung. Es findet der erste Matchball als Jahresveranstaltung der Tennisabteilung statt. Die Hallenbenutzungspläne des Technischen Leiters werden zu komplizierten und ausgefeilten "Fahrplänen" für die aktiven Tätigkeiten der Abteilungen. Die Hallenbenutzung erstreckt sich auf die "Birkenschule", Schule %ange Morgen" und "GeschwisterScholl-Gymnasium". Hinzu kommt noch ein gemieteter Raum in der Thomas- Morus- Kirche.

1990
1651 Mitglieder

Die Handball B-Jugend schafft den Aufstieg in die Landesliga.

Die Skiabteilung führt einen Muttertagsausflug nach Venedig mit 24 Damen unter der Obhut des Abteilungsleiters durch. Als Ersatz für den weggefallenen Volkswandertag findet das Tennenplatzfest im Hasenwedel erstmalig an zwei Tagen statt. Die Fußballabteilung ist unglücklich über die Sportstätte Hasenwedel; trotz vieler Investitionen durch den Verein wird eine Verbesserung der hygienischen Verhältnisse bei den Umkleidecontainern gefordert. Die jährlichen Veranstaltungen des Gesamtvereins erstrecken sich u.a. auf Fasching, Sportfest auf dem Hasenwedel, Herbsttanz, Kinderweihnachten. Sie erfordern viel Engagement und Zeitaufwand und werden von der Kulturreferentin Marianne Ulrich seit Jahren aufopferungsvoll ausgerichtet, wobei ihr nur ein kleiner Helferkreis zur Verfügung steht. Sie sollte dazu viel mehr Helfer haben!

1992
Das dritte Tennenplatzfest im Hasenwedel wird durchgeführt. Der Jugendfußball wird unter neuer Leitung von Dietmar Honold wiederbelebt. Über 150 Jugendliche betätigen sich in 7 Jugendmannschaften.Der Verein strebt durch Anträge bei der Stadt an, offiziell als alleiniger Mieter der Sportanlage Hasenwedel eingesetzt zu werden. Erst dann wird das von der Stadt den Heumadenern Bürgern vor 55 Jahren bei der Eingemeindung 1937 schriftlich gegebenes Versprechen eingelöst sein. Inzwischen hat der TSV auf der Sportanlage Hasenwedel bereits im "Vorgriff" seit 1986 viel getan.

Vereinsheim für Fußball, Schuhwaschanlage, Gerätecontainer, Sportpflegegeräte, Trainingsbeleuchtung, Zuschauertribüne, deren Größenordnung bei über 200000,-DM liegen, um die ballspielenden Abteilungen zu unterstützen. Saniert sind die Bedürfnisse unserer Sportler aber erst, wenn auf dem Hasenwedel ein neues Vereinszentrum mit Halle, Wohnung, Gaststätte und Umkleideräumen erstellt ist. Zur Zeit läuft ein Baugesuch des TSV bei der Stadt, wenigstens den Dusch- und Umkleidebereich als ersten Bauabschnitt 1994 in Angriff nehmen zu können. Dieser Schritt wird vielen Mitgliedern unseres Vereins neue sportliche Möglichkeiten eröffnen und der Sportanlage "Hasenwedel" eine verstärkte Aufgabe zuweisen. Der TSV hat beim Sportamt beantragt, zwischenzeitlich zur Überbrückung dieser Zeit die hygienischen Verhältnisse bei den vorhandenen Umkleidecontainern zu verbessern.

Es wird ein Jugendtreff ins Leben gerufen, zur Förderung der Jugendbelange. Jugendleiter aus den Abteilungen Tischtennis, Fußball, Basketball, Turnen, Tennis, Handball, Ski, Volleyball treffen sich alle zwei Monate. Diese "Vereinsjugend" erhält eine Jugendordnung, die Bestandteil der Hauptsatzung ist.

Die Versehrten-Sportgruppe wird 30 Jahre alt.

1993
1748 Mitglieder

Für die Vereinskasse brechen schwere Zeiten an. Die Stadt geht auf "Sparkurs". Sie verlangt von den Stuttgarter Vereinen - auch vom TSV -für die belegten Hallenstunden ab 1.1.93 einen Betrag, der bei den vielen "Übungseinheiten" am Jahresende ein großes Loch in die Kasse reißt. Auch werden seitens der Stadt die Zuschüsse für Übungsleiterstunden und Sportgeräte gekürzt. Zum Ausgleich dafür müssen unsere Mitglieder, wie auch bei den anderen Vereinen, mit einer "Umlage" belastet werden. 100jähriges Vereinsjubiläum: Veranstaltungen des Gesamtvereins gemäß dem Jubiläumsprogramm am 1. Mai 1993 auf dem Sportgelände Hasenwedel, am 24., 25., 26. und 27. Juni 1993 im Festzelt bei der Turn- und Festhalle %ange Morgen". Es findet ein Jubiläums-Festabend, ein Jubiläums -Jugendtag, eine Jubiläums-Sport-Gala und ein Jubiläums-Festtag statt.

In der Chronik 1993 darf nicht unerwähnt bleiben, daß unser 1. Vorsitzender Klaus Müller sein elftes Amtsjahr bestreitet. In die Vereinsgeschichte wird er damit als "Rekordhalter" eingehen. Es ist eine große Leistung, so lange Jahre Beruf, Familie und ein bißchen Freizeit mit sportlichem Touch in Einklang zu bringen mit den vielseitigen Anforderungen, die unser inzwischen schon großer Verein an einen 1. Vorsitzenden stellt. Unter seiner Leitung hat sich der TSV Heurnaden enorm weiterentwickelt. Aber er wird zustimmen, daß er das ohne seine Frau Gudrun niemals hätte bewältigen können, die so nebenbei auch noch der Skiabteilung eine wichtige Hilfe besonders bei der Ski-Jugend angedeihen ließ. Beiden, Klaus und Gudrun Müller, können wir im Jubiläumsjahr nur ein ganz großes Dankeschön sagen. Sie haben in dieser Zeit dem Verein viel gegeben und damit auch viel für Heurnaden getan.

Christel Wachs erklärt sich bereit, noch einmal die ca. 800 Mitglieder zählende Turnabteilung zu übernehmen und den Sportbetrieb in der Turnabteilung zu gewährleisten und im Jubiläumsjahr 1993 zu leiten.

Auf dem Sportgelände "Hasenwedel" braucht der TSV erweiterte, verbesserte Sanitär- und Umkleideräume. Daher bereitet unser Mitglied des Bauausschusses Heinz Glauner nach Beschluß des Vorstandes ein Baugesuch vor. Dieser erste Bauabschnitt soll der Beginn zu einem weiteren Vereinszentrum des TSV sein, um den Sportbetrieb weiter zu fördern. Auf Vorschlag des Vorstandes hat die Hauptversammlung die langJährigen Ehrenmitglieder Wilhelm Rapp und Paul Kapp zu Ehrenvorsitzenden ernannt. Beide haben in schwierigen und kritischen Zeiten vor und während des zweiten Weltkriegs dem Verein als Erste Vorsitzende vorgestanden, den damaligen Spielbetrieb gewährleistet und den Bestand des Vereins gesichert. Der Turn- und Sportverein Heumaden nimmt anläßlich seines 100jährigen Jubiläums die Gelegenheit wahr, ihnen auf diese Weise den besonderen Dank auszudrücken und den beiden neuen Ehrenvorsitzenden weiterhin gute Gesundheit und noch lange Jahre im TSV zu wünschen.